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Wissen, 6 Minuten Lesezeit

Frühstartrente für Kinder

Was die neue Frühstartrente für Kinder bringt und wie sie mit dem Altersvorsorgedepot zusammenspielt.

Parallel zum Altersvorsorgedepot bringt der Bund die Frühstartrente auf den Weg, Start ist 2027. Sie ist ein staatlich befülltes Depot für Kinder und als langfristige Altersvorsorge angelegt. Die Idee: Der Staat investiert früh und langfristig in ETFs, und das Kapital wächst über Jahrzehnte bis zur Rente.

Wie die Frühstartrente funktioniert

Für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren, das regelmäßig eine Schule besucht, zahlt der Bund 10 Euro pro Monat in ein eigenes Frühstartdepot. Das Geld wird in einen breit gestreuten ETF investiert und bleibt bis zum Rentenbeginn gesperrt.

Über 12 Jahre macht das 1.440 Euro staatliche Einzahlung. Mit 7 Prozent Rendite und 0,3 Prozent Kosten pro Jahr entsteht daraus bis zum 18. Geburtstag ein Depot von rund 2.100 Euro. Klingt nach wenig, ist aber nur der Startpunkt.

Eltern dürfen mit einzahlen

Eltern können zusätzlich eigenes Geld in das Depot einzahlen. Die zusätzlichen Beiträge sind nicht gefördert, profitieren aber vom langen Anlagehorizont.

Beispielrechnung: Eltern zahlen ab Geburt 25 Euro pro Monat in das Frühstartdepot ein. Bis zum 18. Lebensjahr ergibt das:

  • Eltern: 5.400 Euro
  • Staat: 1.440 Euro
  • Rendite und Zinseszins: rund 4.600 Euro
  • Gesamt: rund 11.400 Euro zum 18. Geburtstag

Was sich mit 18 ändert

Mit 18 wird nichts ausgezahlt. Der staatliche Zuschuss endet, das angesparte Kapital bleibt aber investiert und bis zur Rente gebunden. Neu ist nur, dass die oder der Volljährige ab dann selbst weiter einzahlen kann. Genau das ist der Vorteil: Weil das Geld über Jahrzehnte liegen bleibt, wirkt der Zinseszins mit zunehmendem Alter überproportional.

Frühstartrente und Altersvorsorgedepot

Beide Instrumente schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich.

  • Frühstartrente: Staatliche Förderung für Kinder von 6 bis 18, ohne eigene Einzahlung nötig. Auszahlung erst zur Rente.
  • Altersvorsorgedepot: Altersvorsorge ab 18 mit eigener Einzahlung und Zulagen. Auszahlung ab 67.

Ein Kind, das ab 18 selbst weiter einzahlt, baut bis 67 ein erhebliches Vermögen auf. Aber schon allein das Frühstartguthaben wächst durch den Zinseszins über die Jahrzehnte zu einem Vielfachen des eingezahlten Bundeszuschusses.

Anbieter und Verwaltung

Die Frühstartrente wird vom Bund ausgeschrieben und an einen oder mehrere private Betreiber vergeben. Stand Juni 2026 ist die Auswahl noch nicht abgeschlossen und das Gesetz noch in Arbeit. Die Eltern müssen am Ende nichts tun, außer einmalig ein Frühstartdepot für ihr Kind einrichten.

Frühstartrente direkt durchrechnen

Mit dem eingebetteten Rechner siehst du sofort, was aus den 10 Euro Bundeszuschuss plus euren eigenen Beiträgen wird. Sowohl mit 18 als auch mit 67, wenn das Geld dann einfach weiterläuft.

Mit 18 im Depot

ca. 8.397 Euro

Staat: 1.440 EuroEltern: 3.900 EuroRendite: 3.057 Euro

Über 12 Jahre Förderung. Davon 1.440 Euro Bundeszuschuss, 3.900 Euro eure Beiträge, 3.057 Euro Rendite.

Mit eigenen Beiträgen ab 18Ohne weitere Beiträge
0112k225k337k449k51867Förderende mit 18449.372221.790

Mit 67 hat dein Kind

ca. 449.372 Euro

Wenn ab 18 nichts mehr eingezahlt wird, sind es immer noch ca. 221.790 Euro (reiner Zinseszins-Effekt).

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Annahmen: 7 Prozent Rendite pro Jahr minus 0,3 Prozent Kosten. Werte sind Schätzungen, keine Garantie. Steuern und Inflation sind nicht berücksichtigt. Das Frühstart-Guthaben bleibt bis zum Rentenbeginn investiert und wird nicht mit 18 ausgezahlt. Stand Juni 2026: die Anbieterauswahl für das Frühstart-Depot ist noch nicht abgeschlossen.

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Häufige Fragen

Was ist die Frühstartrente?
Ein staatlich finanziertes Depot für Kinder. Der Bund zahlt monatlich einen festen Betrag auf ein Depot ein, das langfristig für die Altersvorsorge des Kindes angelegt ist.
Wie hoch ist die Frühstartrente?
Ab 2027 zahlt der Staat 10 Euro pro Monat für jedes Kind zwischen 6 und 18 Jahren, das regelmäßig eine Schule besucht.
Ist die Frühstartrente ein Altersvorsorgedepot?
Es ist ein eigenständiges, staatlich gefördertes Förderkonto für Kinder, das in ETFs investiert wird. Anders als oft berichtet wird das Kapital nicht mit 18 ausgezahlt, sondern bleibt bis zur Rente investiert. Ab 18 kann das Kind selbst weiter einzahlen.

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Quellen: Altersvorsorgereformgesetz (BT-Drs. 21/4996), Bundesfinanzministerium FAQ zur Reform der privaten Altersvorsorge, Bundestag. Keine Anlage- oder Steuerberatung.